Letzte Aktualisierung:
16.11.2017, 13:04 Uhr

3. Bildhauer-Symposium in Hohendilching
Finissage 2015

 
Zur Bildhauer-Finissage des 3. Internationalen Kunstdünger-Symposiums in Valley-Hohendilching im Landkreis Miesbach  wurden anspielungsreiche Skulpturen aus Granit, Nylon & Holz am idyllischen Mangfallufer vor über hundert Besuchern enthüllt ...


Diese Skulptur stammt vom Letten Girts Burvis. Er schälte aus seinem Granit eine Art „Beichtstuhl-Orakel“: zwei sich gegenüberliegende Sitzplätze sind durch ein ein ohrförmiges Loch miteinander verbunden, so dass zwei Personen miteinander kommunizieren können. Er nennt seine Skulptur „Wisperstein“. Bei der Eröffnung konnten die Gäste Fragezettel ziehen, die sie einer ihnen nicht sichtbaren gegenüber sitzenden Person vorlesen konnten & auf eine Antwort hoffen durften.


Sigi Bussingers überdimensionaler Lindenstamm, den er in eine „Büffelherztrommel“ umfunktioniert hat. Der ausgehöhlte Baumstamm wurde zu einem begehbaren Herz, abgedeckt von drei Büffeltrommeln.


Weiter ging es zur Steinblume der Brasilianerin Marcia de Bernardo. Sie schälte aus aus ihrem Stein eine Pflanze heraus, die bei der Eröffnung auch mit Wasser begossen wurde, damit die „Blume“ weiter gedeihen möge ...

 

 


Filigranes baute Sibylle Kobus: Eine sehr durchlässige, geradezu luftige Installation aus Nylonstrumpfhosen zwischen Bäumen wie ein Spinnennetz gespannt. Eine vertrackte wie ironische Anspielung auf abenteuerliche Fallschirmkonstruktionen, die während des Zweiten Weltkriegs Frauen für Ihre Männer bei der US-Forces angefertigt hatten. Die Installation gab Anlass zu Kontroversen.


Zwei arbeitsreiche Wochen gingen mit der Finissage zu Ende. Das Team und die Veranstalter Christiane Ahlhelm und Bildhauer Tobel.


In diesem Jahr begann der Rundgang gleich beim Gastgeber Tobel & seiner Skulptur „Mondphasen“. Er drang von der Oberfläche in das Innere des Steins vor & fräste runde Segmente heraus. Diese symbolisieren zunehmende & abnehmende Mondphasen.


Den Abschluss bildete der Tisch des Münchner Hubert Maier. Er nahm den Begriff Symposium wörtlich & schnitt aus Steinquadern einen Tisch mit vier Hockern heraus: ein Platz für „gemeinsames, geselliges Trinken“ (so die Übersetzung von griechisch Sympósĭon) in der Bedeutung für ein geselliges Zusammentreffen für künstlerische wie wissenschaftliche Begegnungen. - Für das leibliche Wohl war dann auch gesorgt: Am Ende des Rundgangs gab es Saiblinge von der benachbarten Fischzucht Merz, Bier vom örtlichen Brauhaus & Wein aus dem Süden... Ein rundum gelungener steinreicher Spätnachmittag am Ufer der Mangfall - eine perfekte Performance.

4. Bildhauer Symposium 2016
2. Bildhauer-Symposium 2014
Herbstlicher Spaziergang durch die Skulpturenlichtung an der Mangfall 2013