Letzte Aktualisierung:
24.07.2017, 10:30 Uhr

Die Zukunft kann beginnen

Ein bißchen mehr Farbe, weniger Grau und ein bißchen mehr Holz. Das hätten sich  3 Miesbacher Jungens auf dem Campus der Gunetzrhainer-Realschule und dem Miesbacher Gymnasium allerdings für "ihr neues Haus" gewünscht. ... "ist doch eh alles egal" - oder nicht?

Die Zukunft liegt in der Gegenwart

W-Lan, Laptop und Lederhosen. Laptop, Dirndl & Smartphone. Technologisch voll ausgerüstet ist das generalsanierte und erweiterte Miesbacher Gymnasium, wo digitales Lernen und Medienpädagogik ein wichtiger Zweig geworden ist.
Die offizielle Einweihungsfeier, zu der Gäste aus dem Kultusministerium, Kommunalpolitiker, Eltern und Förderer des Gymnasiums geladen waren, fand am 2.07.2015 in der neuen Aula statt.

Eine Operation am offenen Herzen
Mehr als nervenaufreibend war die fünf Jahre dauernde Bau- und Umbauphase neben dem weiterlaufenden Schulbetrieb in mobilen Klassenzimmern, gestapelten Containern. Über so manches Pech und manche Pannen wussten alle Betroffenen zu berichten.

Einige Redner und auch Zuhörer haben in der Kreisstadt mit Bergbautraditon die gleiche Schulbank im Gymnasium gedrückt. So auch Bürgermeisterin Ingrid Pongratz. Manche Anekdote aus der Vergangenheit führte zum Schmunzeln. Pongratz wusste von überzogenen Schüler-Freistunden in den 70er Jahren zu berichten. Wenn zu viele Schüler im Unterricht abgängig waren, wurde in einem bekannten Gasthaus angerufen und nachgefragt, ob sich dort Schüler aufhielten. Die Antwort lautete dann, es seien nur Stammgäste da ...

"Glück auf" - die Zukunft hat begonnen
Schule wird sich immer mehr zum Lebensraum entwickeln. Auf das Pilotprojekt Mittelstufe-plus, zwei Geschwindigkeiten,  zeigte man sich besonders stolz.
Rhetorisch geschult und intoniert klang die Ansprache von Schulleiter Rainer Dlugosch durch die lichtdurchflutete Aula, dem Herzstück des Gebäudes. Landrat Wolfgang Rzehak sprach über den Bildungsauftrag von Schulen, wie er in der Bayerischen Verfassung verankert sei: Neben der Wissensvermittlung stehe die Herz- und Charakterbildung.
Die Zeiten der Drillanstalt sind vorbei: Schule und Lernen muss Spaß machen. Auf der anderen Seite steht die Devise der "Null Bock-Generation", von der die evangelische Pfarrerin Anika Sergel-Kohl zu berichten wusste: "ist doch eh alles egal" - oder nicht?
Last but not least - die griechische Putzfrau "Kathl" im abschließenden kabarettistischen Gespräch: So manche Gemeinsamkeiten, regional und international, wurden deutlich ...

 




 




Fotos v. oben n. unten:
- Das Schulorchester eröffnete mit dem Strauß-Walzer "An der schönen blauen Donau".
- Bigband: Harte Arbeit stand im Vorfeld auf dem Weg zur Perfektion ...
- Kammerchor: Die Gruppe Nirwana stand Pate ... "You keep me smile" ...
- 37 Tänzerinnen im dynamischen Einsatz
- Kabarettistische Einlage