Letzte Aktualisierung:
21.09.2017, 08:07 Uhr


 

Kleine Eisenbahngeschichte

Bahnhof GmundBegeisterung für den Eisenbahnbau war Mitte des 19. Jahrhunderts durchaus nicht überall zu finden. Die einen sahen Schienenverbindung eine Chance zur  wirtschaftlichen Weiterentwicklung in den Regionen, die anderen sprachen nur vom Lärm und vom Gestank, den diese rauchenden Ungetüme automatisch mitbrachten.
Die Entscheidung, die bayerische Maximiliansbahn nach Südosten weiter auszubahnen, stellte wesentliche Weichen zur weiteren Entwicklung im bayerischen Oberland. Als Teilstück der Verbindung nach Salzburg und Wien geplant, wurde der Streckenabschnitt München - Holzkirchen - Rosenheim 1857 eröffnet. Nach der überregionalen Trassenveränderung nur knapp 15 Jahre später reduzierte sich die Strecke auf ihre regionale Bedeutung im Oberland und im Mangfalltal.
Für die Region war die Bahn inzwischen zu einem unverzichtbaren Gütertransportmittel geworden. 1861 wurde  der Trassenteil Holzkichen über Darching und Thalham nach Miesbach eingeweiht. Acht Jahre später war die Verlängerung nach Hausham und Schliersee fertig. Die Strecke Holzkirchen - Schaftlach - Bad Tölz folgte 1874.
Bahnsteig TegernseeTegernseer BahnhoffsgebäudeFür den Kohletransport, insbesondere für Hausham, war dies ein Glücksfall, denn die Verladung des Rohstoffes war nun direkt am Ort möglich.
Sommerfrischler wussten es durchaus sehr zu schätzen,  als die Bahn 1904 nach Tegernsee verlängert wurde, nachdem sie 1883 von Schaftlach nach Gmund ausgebaut worden war.
 

Mit der Bahn in die Sommerfrische

Miesbacher Alpenvorland
 

Miesbacher Alpenvorland






Miesbacher Voralpenregion

 

 


Miesbacher Voralpenland



 

 


Miesbacher Land


Miesbacher Alpenvorland




 

 


Miesbacher Alpenregion

 

 

Miesbacher Alpenland

Die Mangfalltallinie auf der historischen Strecke von Holzkirchen nach Rosenheim wurde 1971 elektrifiziert. Auch heute ist sie noch eine wichtige Verbindung zwischen Holzkirchen, Bad Aibling und  nach Rosenheim vor allem für Berufspendler in den Ballungsraum München und für Naherholungsuchende aus der Landeshauptstadt.

Im Voralpenland unterwegs

Bahnhofstation Holzkirchen - Tor zum OberlandHolzkirchen ist wichtiger Eisenbahnknotenpunkt geblieben. 1911 erfolgte der Schienenausbau  von Schliersee nach Bayrischzell. Rechtzeitig zu den Olympischen Spielen 1972 waren die S-Bahn Strecken fertig. Das gesamte Münchner Vorortnetz wurde auf Miesbacher AlpenlandS-Bahn Betrieb umgestellt. - Seit 1998 ergänzt die BOB (Bayerische Oberlandbahn) den Bahnverkehr im Oberland. Zwischen Tegernsee und München hat sie den Regelzugverkehr übernommen.
Die BOB verkehrt auf der alten Strecke der bayerischen Maximiliansbahn von München Hbf nach Holzkirchen und seit Sommer 2014 bis Rosenheim. In Holzkirchen teilt sie sich in eine dreiarmige Verbindung: nach Schliersee und  Bayrischzell - Gmund und Tegernsee sowie nach Lenggries. Die Züge verkehren im Stundentakt. Miesbacher Alpenregion
Zu Hauptverkehrszeiten gibt es kürzere Zeittakte. Zur Zeit wird eine "Ringbahn um den Tegernsee" (Gmund - Bad Wiessee - Kreuth) vom Betreiber der BOB diskutiert. Alpenregion OberbayernDies wäre für den Tegernseer Tourismus ein wesentlicher Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme ... Quelle: “Die Geschichte der Maximiliansbahn” (2007). 
               
Die Miesbacher Alpenregion
Bahnhöfe waren einst das Entree, die Visitenkarte eines Ortes. Diese Rolle haben sie heute allerdings weitgehend verloren, seitdem der Individualverkehr Vorrang hat und über Straßen und Autobahnen in die Orte geführt wird. Viele Bahnstationen haben keine Gebäude mehr, alte Bahnhofsgebäude sind privatisiert. Die Bahnsteige sind elektronisch so ausgestattet, dass es dem Reisenden an Komfort und Information in digitaler Form nicht mangelt. Transparente Wartehäuschen bieten Wetterschutz.

Miesbacher AlpenregionMiesbacher VoralpenlandBahnhofsgebäude wie in Gmund, Tegernsee und Schliersee haben den Charme vergangener Zeiten konserviert. Sie erwecken den Eindruck gemütlicher Miesbacher VoralpenlandReiselust statt hektischer Betriebsamkeit.
Zum Beispiel öffnet sich in Gmund oder Tegernsee eine andere Welt: Eine Welt, die zum Entspannen und Erholen abseits des hektischen Alltags einlädt. Aber auch etliche Berufspendler starten von Gmund, Tegernsee oder Schliersee.  Die Strecken führen größtenteils durch schöne Waldgebiete bis zum Hauptbahnhof der Landeshauptstadt.

Gmund
Das Gebäude (1883) des Durchgangsbahnhofs mit Stilelementen der Neurenaissance steht unter Denkmalschutz. Bis 1902 war Gmund Endbahnhof. Dann war die Strecke bis Tegernsee ausgebaut. Der Bahnhof ist heute nicht mehr besetzt.

Tegernsee
Mit einem Zwerchgiebel auf der Westseite, Zierfachwerk, Putzornamenten und einer Bahnsteighalle mit eisernem Perrongitter werden die Reisenden am Bahnhofsgebäude von 1902/1904 empfangen. Ein altes Stellwerk befindet sich auf dem Bahnsteig.

Miesbacher Alpenregion Schliersee
Als Kopfbahnhof um 1870 in Anlehnung an eine toskanische Villa erbaut, steht das dreiteilige Empfangsgebäude majestätisch da. Früher waren dort die Warteräume der drei Reiseklassen untergebracht. Seit einigen Jahren erstrahlt der Bahnhof im neuen Glanz.. Ein Restaurant  öffnet sich zum Bahnsteig und verstärkt damit  den lebendigen Charakter des Areals. Die Bayerische Oberlandbahn verkehrt im Stundentakt.  - zurück zur Startseite

Weitere Hinweise
+ Fahrpläne
+ Informationen zum Meridian

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