Letzte Aktualisierung:
14.11.2018, 17:10 Uhr
    


HörTipps 14.11.18

Bayerische Landtagswahlen 2018

15.10.2018
News & Infos >> Bayern

Politik kennt keine Moral, das ist allgemeinhin bekannt… Sich aber gleich über 17,5% Prozent der Wählerstimmen hinwegzusetzen und diese Wählergruppe zu ignorieren, weist einmal mehr auf die vorurteilsstrukturierte Arroganz der Macht, in diesem Fall der CSU, hin. Das mag legitim sein, ist aber politisch unklug. Einmal mehr beweist sich der Charakter dieser Partei, von der bekannt ist, sich der Ideen anderer zu bemächtigen. Die Angst vor einem unbequemen kritischen Partner, der nicht so sehr die Claqueure und Speichellecker bedient, ist offensichtlich zu groß.

Die „bessere CSU zu sein“, das behaupten die Freien Wähler & ihr Vorsitzender Hubert Aiwanger. Was er und seine Partei darunter verstehen, wird man/frau in den nächsten Wochen wohl erfahren. Schon einen Tag nach der Wahl sprechen die Freien Wähler öffentlich über ihre gewünschten Posten und Pöstchen statt ihre Inhalte zu thematisieren.
War dies den Wählern klar, die mit den Freien Wählern vermutlich den Rückschritt gewählt haben - zumindest aber den Stillstand? Wer packt nun die drängenden Probleme unserer Gesellschaft an? Wer zeigt nun, dass Bayern ein weltoffenes Land ist, tolerant gegenüber anderen. Wo bleibt die Festigung unserer Demokratie und der christlichen Werte?

Wer den Aufstand der Zwerge nicht scheut, der kennt Schneewittchen nicht.
„Braune Soße im schwarzen Bayern“, der kräftige grüne Tupfer wird übersehen, besser noch: ignoriert. Vermutlich wird die CSU auf Themenklau gehen, wie sich heute schon wieder in verschiedenen Medien abzeichnet. Hier wird auf Dirndl tragende Frauen der CSU hingewiesen, die zu politischen Veranstaltungen als Dekor eingesetzt werden. Frauen auf Entscheidungsebene sind jedoch nach wie vor mit der Lupe zu suchen.

Eine Region sieht Grün

Ein erfreuliches Wahlergebnis im bayerischen Oberland zeichnet sich für die Grünen ab.
Während in den Landkreisen Weilheim-Schongau (18%), Bad Tölz-Wolfratshausen & Garmisch (17,7 %), Miesbach (18,3 %) leicht überdurchschnittliche Wahlergebnisse erzielt wurden, gibt es  in der Marktgemeinde Holzkirchen im Landkreis Miesbach für die Grünen ein sensationelles Ergebnis von 25%. Wie Ex-Ministerpräsident Stoiber erst kürzlich scharfsichtig erkannte, sind daran nur die Zuwanderer aus Deutschland schuld. Was wäre Bayern ohne „Zugroaste“...
Auch das Wahlergebnis in Starnberg ist sensationell für die Grünen: Hier holten sie satte 26 Prozent. Erfreulich: die AFD blieb im Oberland weitgehend einstellig. Hingegen ist das einstellige Wahlergebnis der SPD für ihre Anhänger äußerst schmerzhaft. Die Sozialdemokraten waren zu leise, ihre Sacharbeit im Bund nicht gewürdigt. Diese wurden zudem auch durch den (populistischen) Streit der Unionsparteien über die Asylpolitik medial überlagert. (rl)

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