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14.11.2018, 17:10 Uhr
    


HörTipps 14.11.18

Das neue Landratsamt in Miesbach

17.07.2018
News & Infos >> Wohn- und Baukultur

Ein Wettbewerbsergebnis ließ sich sehen. Beim Realisierungswettbewerb für den Neubau des Miesbacher Landratsamtes hatten sich 25 Büros von München über Stuttgart bis Berlin beworben. 3 Büros aus dem Landkreis waren dazu geladen. Einstimmig hat sich Anfang Juli die Preisjury aus 7 Fach- und 6 Sachpreisrichtern für den ersten und den zweiten Preis entschieden.
Ein dritter Preis wurde nicht vergeben. Rund 17 Millionen soll der Neubau kosten, der in Zukunft 210 Mitarbeitern - ca. 2/3 der Angestellten des Landratsamtes - einen neuen Arbeitsplatz bieten wird. Bezugsfertig soll der geplante Bau mit Tiefgarage 2022 sein.

Die Entwürfe der beiden Preisträger bilden mit dem gegenüber angrenzenden Landratsamtgebäude, bestehend aus dem Kopfbau mit Sitz der Kämmerei und dem anschließenden langgestreckten Hauptgebäude eine Innenhofsituation mit altem Baumbestand, der (hoffentlich!) erhalten bleibt.
Während der Z-förmige Entwurf (1. Preis) der Architekten Karlundp aus München durch die parallel versetzten Gebäudeschenkel den gegenüberliegenden Freiflächen des Klosters einen räumlichen Abschluss bildet, und der Innenhof zur Straße weiter geöffnet ist, entstehen diagonal zueinander liegende interessante Freiräume - Klostergarten und Landratsamt - . Die Gebäude sind drei- und zum Teil viergeschossig.
Der 2. Preis wurde an die Wittfoht-Architekten aus Stuttgart vergeben. Der Entwurf schließt durch die 4-geschossige U-förmige Gebäudefiguration den Innenhof zur Straße hin weiter ab. Ein Flachdach ist für die kompakte Baumasse sicherlich eine ehrlichere Lösung als die Ausführung eines Satteldaches, wie es beim ersten Preis auf nicht rechtwinklig zueinander verlaufenden Wänden mit unterschiedlichen Baukörperbreiten vorgesehen ist. Die kompakten Bauweisen sind wirtschaftlich und energieeffizient. Eine stärker gegliederte Baumasse würde allerdings dem städtebaulichen Ensemble in der Nachbarschaft besser stehen. Holz als beliebter und umweltfreundlicher Baustoff ist bei beiden Entwürfen vorgesehen. (c)rl.

 

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Kommentare

Städtebauliches Ensemble? von Gast am 21.07.2018 um 18:12
"Eine stärker gegliederte Baumasse würde allerdings dem städtebaulichen Ensemble in der Nachbarschaft besser stehen."
Welches städtebauliche Ensemble denn?
Da sind die Verwaltungsbauten und das Kloster. Ansonsten gibt es in der Nachbarschaft noch die Schulen, ein paar Gewerbebauten und eine völlig indifferente Wohnbebauung. Völlig zusammengewürfelt also, von Ensemble keine Spur.
Annähernd zu einem Ensemble zusammengefasst werden Verwaltungsbauten und Kloster erst durch den 1. Preis. Die Baumasse passt perfekt zum Bestand und ist der Nutzung angemessen. Durch eine verniedlichende stärkere Gliederung ginge die zusammenfassende Wirkung völlig verloren.

Herzliche Grüße
Werner M. D.

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