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04.09.2018, 11:00 Uhr
    


HörTipps 17./18.03

Der Spatz in der Hand

22.08.2018
News & Infos >> Region Rosenheim - Oberbayern

Der Job auf Zeit. Seit Jahren sind zeitlich befristete Arbeitsplätze in vielen Unternehmen üblich. Für viele Branchen, Unternehmen, Behörden, Verbände und Institutionen sind „Arbeitsplätze mit Verfallsdatum“ selbst in Zeiten der Hochkonjunktur ein probates Mittel zur Optimierung, zum Sparen oder um saisonale/ konjunkturelle Schwankungen auszugleichen.
Die meisten Arbeitnehmer waren nach dem Motto „lieber ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach“ froh, überhaupt einen Job zu bekommen. Besonders Berufseinsteiger beklagen die damit verbundene Unsicherheit, die sich nicht zuletzt auch auf die Familienplanung auswirke.

In Bayern arbeiten mehr als 350.000 Menschen befristet. Während sich im Kreis Miesbach nach Angaben der Arbeitsagentur 400 neue Azubis über ihren Ausbildungsplatz freuen, werden von der NGG (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten) bessere Jobperspektiven für Berufseinsteiger nach der Ausbildung gefordert.
Während rund die Hälfte in der Nahrungs- und Genussmittelbranche nach ihrer Ausbildung nicht oder nur befristet übernommen wird, sind bei Neueinstellungen knapp ¾ aller Stellen zeitlich befristet. Auch in Hotels und Gaststätten seien nach IAB (Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung) 35 Prozent aller Übernahmen befristet, heißt es in einer Pressemitteilung der NGG.

Georg Schneider, Geschäftsführer der NGG-Region Rosenheim-Oberbayern, spricht von einer „Unternehmer-Unsitte“: Es könne nicht sein, dass Betriebe trotz Hochkonjunktur in vielen Branchen so stark auf Befristungen setzten.“
Die Gewerkschaft fordert unabhängig von der Betriebsgröße ein vollständiges Verbot der sachgrundlosen Befristung.

 

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