Letzte Aktualisierung:
13.12.2018, 11:02 Uhr

Forum Inklusion

20.11.2014
Oberbayerische Alpenregion >> Bayern

Inklusion in der Schule. Die Vorsitzende des Fördervereins Integrative Schule Coburg (FISCo), Christina Melchior, war im Rahmen des Forums Inklusion Gast in der evangelischen Pfarrei in Holzkirchen, zu der das Inklusionsprojekt Tom's Cafe gehört.Neben dem Behindertenbeauftragten des Landkreises waren auch der Bürgermeister Holzkirchens sowie Vertreter aus Schule und Kindergarten und interessierte Eltern gekommen.

Seit 2006 gibt es die UN-Konvention auf inklusive Bildung.
"Inklusion im Bildungsbereich bedeutet, dass allen Menschen die gleichen Möglichkeiten offen stehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale entwickeln zu können, unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen."

In Coburg haben 25 Erstklässler  2001 ein neues Kapitel Schulgeschichte aufgeschlagen, das seit dem bekannt als "Coburger Modell" vorbildlich über Oberfranken nach Oberbayern hinausstrahlt.

Win - Win Situation
Der gemeinsame Schulunterricht von Kindern mit und ohne Behinderung ist seit 2001 Programm. Der inklusive Unterricht ist im bayerischen Schulgesetz verankert. Er soll der Diskriminierung entgegenwirken.
Christina Melchior begann ihren Vortrag mit einem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry

Im Mittelpunkt standen nicht die Vor- und Nachteile Einzelner, sondern das, was Allen gut tut. Darauf legte die Vorsitzende des Fördervereins besonderen Wert. Verlierer bei der Inklusion gebe es nicht, betonte Melchior. Gelernt werde das, was für erfolgreiche Führungskräfte im Berufsleben neben Selbst- und Sachkompetenz später unabdingbar ist: die Soziale Kompetenz. 
Weiter erläuterte sie unterschiedliche Modelle von Förderschulen.

Da ist Musik drin
Eine inzwischen erwachsene Schülerin berichtete rückblickend über ihre Erfahrungen aus der inklusiven Grundschulzeit und den Wechsel zum Gymnasium.  Ein Jugend-Inklusionsprojekt des Fördervereins Fisco wird in diesem Jahr mit dem Bayerischen Bürgerkulturpreis ausgezeichnet. Die "Nach den Sternen Greifer", "Aus der Reihe Tänzer", "Querdenker" und "Sonderbare" schlagen einen neuen Ton an.  Inklusion ist angekommen, wenn jeder frei zu seiner "kleinen Macke" stehe.

Am Ende des Abend stand ein lebhaftes Gespräch zwischen Eltern und Vertretern schulischer Einrichtungen.
Der Gesprächsbedarf ist noch nicht erschöpft. In Tom's Kaffee steht ein Ansprechpartner jeden Mittwoch Vormittag während der Schulzeit für weitere Fragen zur Verfügung.

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