Letzte Aktualisierung:
13.12.2018, 11:02 Uhr

Heimatlos gewordene Flugkünstler

13.07.2015
Oberbayerische Alpenregion >> Bayern

Aus der Tierwelt: Der Einsatz von Pestiziden bedeutet ihren Tod. Immer weniger Qartiere finden sie: die Flugkünstler der Nacht. Nahezu heimatlos geworden und vom Nahrungsmangel begleitet stehen vom Aussterben bedrohte Abendsegler auf der roten Liste ...

Einst waren Auwälder ein wichtiger Lebensraum für die nachtaktiven Tierchen, die mühelos Geschwindigkeiten von 50 Stundenkilometern erreichen können. Nur wenige Flüsse verfügen noch über Auwälder, musste doch der einst natürliche Überschwemmungsraum Flussbegradigungen und einer immer näher ans Wasser rückenden Bebauung weichen, die nun in der Folge mit hohen Deichen vor Überschwemmungen geschützt werden muss. Schmetterlingswiesen, Feuchtbiotope und Moore, die zum Jagdgebiet der Abendsegler gehören, sind in intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen rar geworden. Und dann sorgt noch der Mensch für immer neue Konfliktfelder, wenn Fledermäuse an Gebäuden neue Quartiere gefunden haben. Deshalb sollte man u.a. auch bei Haussanierungen darauf achten, dass keine giftigen Stoffe eingesetzt werden.

Der LBV (Landesverband für Vogelschutz) und Fledermausexperten bieten Soforthilfe an. Sie beraten Waldbauern, Hausbauer und -besitzer, wie sie Wohnraum für Fledermäuse sichern bzw. neu schaffen können. An sogenannten Höhlenbäumen, wo Fledermäuse gerne wohnen, werden Schutzplaketten angebracht und besonders für kalte Winter geeignete Nistkästen aufgehängt, damit die fast heimatlos gewordenen Tiere den Winter überleben können.

Foto: naturschutz-glattbach.de

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