Letzte Aktualisierung:
16.11.2019, 09:35 Uhr
    


HörTipps 16./17.11.

Kein Bewohner des Elfenbeinturms

17.10.2019
News & Infos >> Kultur News

"Der moralisierende Duktus, der in den letzten Jahren im literarischen Diskurs noch zugenommen hat, aber bedauerlicherweise meist weitgehend befreit ist von allzu genauer Primärlektüre, wird erneut bemüht. Mehr als zehn Jahre nach der letzten Erregungswelle zu Handke zücken jetzt auch die digitalen Meinungsmacher die Tastaturen. Handke hat niemals das Massaker von Srebrenica relativiert oder gar geleugnet. Er hat es mehrfach als das schlimmste Verbrechen in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet.
Er hat nie „Partei“ für Milošević ergriffen, sondern versucht, die „Schuldfrage“ für die diversen Balkankriege komplexer zu befragen. Die Forschung ist längst weiter; die „Alleinschuld“ der serbischen Nationalisten gibt es so nicht. Das relativiert natürlich die verübten Verbrechen in keinem Fall – etwas, das auch Handke nicht macht. (...) Es gibt kaum einen lebenden Schriftsteller, der den Nobelpreis derart verdient hat wie Peter Handke." - mehr auf furche.at
Doch das (Medien-)Publikum schimpft zurück ...
Wer lesen willl, der lese .... hier
 Abb.: Handke im Garten seines Hauses in Chaville nahe Paris. Äpfel und ein Kürbis liegen vor ihm auf dem Tisch, seinen Hut hält er in der Hand - kurz zuvor hat er erfahren, dass er in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur erhält. (Foto: Francois Mori / AP Photo / Picture Alliance)

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