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16.10.2018, 11:16 Uhr

Oberlandhalle Miesbach

10.09.2014
Oberbayerische Alpenregion >> Miesbacher Land


Seit 1704 gibt es Viehmärkte in Miesbach. Im Sommer 1837 machten sich Max Obermaier und Johann Baptist Fischbacher aus dem Miesbacher Land auf den 500 Kilometer weiten Weg in die Schweiz, um Rinder zu kaufen. Nach 35 Tagen mühsamen Rückweges über Aargau, Zürich, Winterhtur, St. Gallen, Bregenz, Lindau, Immenstadt und Kempten, kamen sie mit 16 Tieren wieder in Gmund an. Ihr Treck war damals das Gesprächsthema im ganzen Oberland.
Die ‘zugroasten’ Rinder bildeten den Grundstock einer Erfolgsgeschichte. Es sollten in den nächsten Jahren noch weitere "Schweizerfahrten" folgen. 1892 gründete sich der Zuchtverband  für oberbayerisches Alpenfleckvieh Miesbach. Inzwischen ist er 122 Jahre alt und heuer bekam er eine schöne neue Halle, in der 1200 Leute Platz finden; in den Stallungen können bis zu 180 Kühe und 850 Kälber untergebracht werden;  im Quarantänestall 70 Tiere.

Im März 2014 wurde die neue Oberlandhalle mit einem Tag der offenen Tür und Tierschauen eingeweiht. Am Samstag gab es den Vorführwettbewerb der Jungzüchter – das BR-Fernsehen berichtete darüber.
Am Abend wurden die Gebäude mit einem Gottesdienst eingeweiht, der  Bäuerinnen-Chor sang. Das weitere Programm bestritt die Stadtkapelle Miesbach. Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft hielten Einzug in der Pferdekutsche, eine Gruppe "aufgekranzter Almkühe" wurde präsentiert. Grußworte sprachen u.a. der neue Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und der Architekt der neuen Anlage, Hans Meier. Das fast vollständige Rund der Schauarena wird stützenfrei mit mächtigen Leimholzbindern überspannt, die im Mittelpunkt der Halle unter einem Glasoberlicht zusammenlaufen.
 - Am Sonntag folgte eine staatliche Tierschau mit Prämierung und Medaillenvergabe.
Auch wenn man kein Bauer oder Viehzüchter ist: Ein Besuch der Halle lohnt allemal – ob zu einer Tierschau oder einer Versteigerung.

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