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18.10.2017, 07:58 Uhr
    


Hör+Tipps 18.10.

Trügerische Idylle

24.05.2017
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Im Schatten der Idylle
Den Wandel des kulturellen Miteinanders im Tegernseer Tal dokumentiert eine Ausstellung der Münchner Monacensia über Literaten & Künstler von 1900 bis 1945 im Olaf Gulbrandsson Museum Tegernsee, die am 28. Mai eröffnet wurde & bis 17. September 2017 zu sehen sein wird.
Gezeigt werden Zeichnungen von Thomas Theodor Heine & Olaf Gulbransson, Fotos & Dokumente aus den Nachlässen von Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer, Grete Weil, Max Mohr & der Familie Mann:
"Das Tegernseer Tal ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt für Kunst und Literatur in Bayern. Mit den Wittelsbachern kommen um 1900 international renommierte Schriftsteller und Künstler an den Tegernsee: der Maler August Macke , die Mitarbeiter der Satire-Zeitschrift Simplicissimus mit den Exponenten Olaf Gulbransson und Ludwig Thoma sowie der Heimatdichter Ludwig Ganghofer entdecken die landschaftliche Schönheit des Tales und beziehen sich in ihrer Kunst und Literatur auf die im Tal präsente Volkskultur. Thomas Mann verbringt schon in seiner Jugend und später mit seiner Familie die Sommerfrische in der ländlichen Idylle. Gelegentlich besucht er den damals renommierten jüdischen Schriftsteller und Bühnenautor Max Mohr, der mit seiner Familie in Tegernsee das einfache Leben auf dem Land erprobt.Die Sonderausstellung geht der Frage nach, wie sich die heitere Idylle mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus nach und nach als Täuschung erweist und wie der kulturellen Vielfalt ein Ende gesetzt wird." (Ausstellungsankündigung)

Teaser-Abb.: Olaf Gulbranssons Zeichnung seines Simplicissimuskollegen Thomas Theodor Heine (ca. 1923), Olaf Gulbrandsson Museum
Text-Abb.
: Cover des Katalogbuches, herausgegeben von Elisabeth Tworek in der editon monacensia im
Verlag Allitera (208 S., Paperback, € 19.90)

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